Engagiert trotz Bürgergeld – bis 3.300 € bleiben dir.
Du beziehst Bürgergeld und möchtest dich einbringen? Das geht – und bis zu 3.300 € Aufwandsentschädigung im Jahr bleiben anrechnungsfrei, also ohne Kürzung deiner Leistung.
Engagement, das sich lohnt – ohne Kürzung
Kurz gesagt: Wer Bürgergeld bezieht, darf sich ehrenamtlich engagieren. Aufwandsentschädigungen aus der Übungsleiterpauschale (§ 3 Nr. 26 EStG) und der Ehrenamtspauschale (§ 3 Nr. 26a EStG) bleiben zusammen bis 3.300 € im Jahr anrechnungsfrei (§ 11a Abs. 1 Nr. 5 SGB II). Das Ehrenamt meldest du vorher beim Jobcenter.
Ein Ehrenamt gibt dem Tag Struktur, knüpft Kontakte und zeigt, was in dir steckt. Bei Leben Pflegen Reisen e.V. begleitest du ältere oder kranke Menschen – auf Reisen, am Krankenbett oder im Alltag.
Und das Wichtige vorweg: Eine angemessene Aufwandsentschädigung für dein Engagement gilt als privilegiertes Einkommen und wird bis zu einer klaren Grenze nicht auf dein Bürgergeld angerechnet.
Die Zahlen
So bleibt von der Anerkennung für deinen Einsatz das, was zählt: bei dir.
So funktioniert es
- Du meldest dein Ehrenamt deinem Jobcenter – das ist wichtig und unkompliziert.
- Bis 3.300 € im Jahr bleibt die Aufwandsentschädigung anrechnungsfrei.
- Eine feste Stundengrenze gibt es beim Bürgergeld nicht. Dein Jobcenter erwartet aber, dass du für Termine und Arbeitsangebote erreichbar bleibst.
- Du bestimmst selbst, wie oft und wie viel du dich einbringst.
Melde die Tätigkeit vor dem Start bei deinem Jobcenter an. Beträge über der Jahresgrenze werden angerechnet. Diese Seite ist eine allgemeine Information und ersetzt keine Beratung durch Jobcenter oder Sozialberatung.
Und bei Grundsicherung?
Mit „Grundsicherung“ ist zweierlei gemeint – für dein Ehrenamt gilt in beiden Fällen dieselbe Grenze:
- Grundsicherung für Arbeitsuchende (Jobcenter, bisher Bürgergeld): Aufwandsentschädigungen nach § 3 Nr. 26 oder 26a EStG bleiben bis 3.300 € im Jahr anrechnungsfrei (§ 11a Abs. 1 Nr. 5 SGB II). Alles oben auf dieser Seite gilt.
- Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (Sozialamt): Auch hier zählen diese Aufwandsentschädigungen bis 3.300 € im Kalenderjahr nicht als Einkommen (§ 82 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 SGB XII). Melde die Tätigkeit trotzdem dem Sozialamt.
Du bist schon in Rente? Mehr dazu unter Ehrenamt im Ruhestand.
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Häufige Fragen
Wird die Ehrenamtspauschale auf das Bürgergeld angerechnet?
Wird die Aufwandsentschädigung auf mein Bürgergeld angerechnet?
Muss ich das Ehrenamt dem Jobcenter melden?
Zählt das Ehrenamt als Arbeit?
Wird die Aufwandsentschädigung auf die Grundsicherung angerechnet?
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