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Reisen mit Behinderung: barrierefrei und begleitet

Ratgeber · Reisen & Begleitung

Reisen mit Behinderung: barrierearm unterwegs

Urlaub ist auch mit körperlicher oder kognitiver Behinderung möglich – mit barrierearmen Unterkünften, sorgfältiger Planung und einer Begleitung, die genau dort unterstützt, wo es nötig ist. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es beim Reisen mit Behinderung ankommt und wie wir Sie dabei begleiten.

Barrierearm verreisen – worauf es ankommt

Eine gelungene Reise beginnt mit guter Vorbereitung: Wie zugänglich ist die Unterkunft? Welche Hilfsmittel werden gebraucht? Wie sieht der Transport aus? Wir klären diese Fragen vorab gemeinsam mit Ihnen, damit unterwegs nichts dem Zufall überlassen bleibt.

Wichtig ist uns dabei eine Haltung: Es geht nicht darum, was nicht geht, sondern darum, was möglich gemacht werden kann. Mit der richtigen Planung sind weit mehr Reisen machbar, als viele zunächst denken – und genau dabei unterstützen wir Sie.

Welche Reisen sind mit Behinderung möglich?

Reisen mit Behinderung sehen je nach Bedarf ganz unterschiedlich aus. Wir richten Planung und Begleitung danach aus:

  • Körperliche Einschränkung / Rollstuhl: rollstuhlgängige Häuser, bodengleiche Duschen, Unterstützung bei Mobilität und Transfer.
  • Kognitive Behinderung / Demenz: klare Struktur, vertraute Begleitung, reizarme Umgebung – mehr unter Reisen mit Demenz.
  • Sinnesbehinderung: Rücksicht auf Seh- oder Höreinschränkungen, klare Kommunikation und Orientierungshilfen.
  • Mehrfacher Hilfebedarf: engmaschige, oft durchgängige 1:1-Begleitung.

Begleitung nach individuellem Bedarf

Ob Unterstützung bei der Mobilität, Orientierung oder im Tagesablauf – die Begleitung richtet sich nach dem konkreten Bedarf. Bei höherem Hilfebedarf ist auch eine durchgängige 1:1-Begleitung möglich.

Vor der Reise klären wir

  • Rollstuhlgängigkeit und barrierearme Zugänge
  • benötigte Hilfsmittel (z. B. Pflegebett, Lifter)
  • Transport und An-/Abreise
  • Umfang der benötigten Assistenz

Barrierearme Unterkünfte – worauf wir achten

Nicht jede Unterkunft, die sich „barrierefrei“ nennt, passt zu jedem Bedarf. Deshalb prüfen wir vorab die Details, die im Alltag wirklich zählen:

  • ebenerdiger oder per Aufzug erreichbarer Zugang
  • ausreichend breite Türen und bewegungsfreundliche Räume
  • bodengleiche Dusche, Haltegriffe und ein erhöhtes WC
  • kurze Wege zu Speiseraum, Aufenthaltsbereich und draußen
  • bei Bedarf die Möglichkeit, ein Pflegebett oder einen Lifter zu stellen

So vermeiden wir böse Überraschungen vor Ort und sorgen dafür, dass Sie sich von Anfang an wohlfühlen.

Hilfsmittel und Anreise

Was Sie im Alltag brauchen, soll auch im Urlaub dabei sein. Rollstuhl, Rollator, Pflegebett oder andere Hilfsmittel planen wir von Anfang an mit ein – manches lässt sich auch vor Ort organisieren. Die An- und Abreise gestalten wir so bequem wie möglich, mit Pausen und kurzen Wegen.

Ein praktischer Hinweis: Trägt der Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen B, reist eine Begleitperson in Bus und Bahn in der Regel kostenfrei mit. Wir helfen Ihnen, solche Möglichkeiten für Ihre Reise zu nutzen.

So planen wir Ihre Reise – Schritt für Schritt

  1. Bedarf besprechen: Wir hören zu – welche Unterstützung, welche Hilfsmittel, welche Wünsche?
  2. Unterkunft prüfen: Wir wählen ein barrierearmes Haus, das zu Ihren Anforderungen passt.
  3. Begleitung & Transport klären: Umfang der Assistenz und eine bequeme An-/Abreise.
  4. Finanzierung prüfen: gemeinsam checken wir die Verhinderungspflege.

Finanzierung der Begleitung

Die Begleitung lässt sich ab Pflegegrad 2 häufig über die Verhinderungspflege finanzieren. Bleibt die Betreuung stundenweise unter acht Stunden am Tag, bleibt das Pflegegeld erhalten. 2026 stehen dafür gemeinsam mit der Kurzzeitpflege bis zu 3.539 € im Jahr zur Verfügung. Ihren Anspruch prüfen Sie mit dem Antrag-Assistenten; die allgemeinen Reisekosten sind davon nicht gedeckt.

Unsere Begleitung ist keine medizinische Behandlungspflege; ärztlich verordnete Maßnahmen bleiben bei den zuständigen Diensten. Verwandte Themen: Reisen mit Pflegegrad und Reisen mit Demenz.

Reisebegleitung werden – ehrenamtlich dabei sein

Für barrierearme Reisen suchen wir immer wieder einfühlsame Menschen, die gern begleiten. Als ehrenamtliche Reisebegleitung erleben Sie schöne Tage und ermöglichen anderen einen Urlaub, der sonst nicht möglich wäre. Mehr unter Ehrenamt in der Pflege in Berlin.

Häufige Fragen

Sind die Unterkünfte barrierefrei?

Wir wählen barrierearme Häuser und prüfen vorab die individuellen Anforderungen wie Rollstuhlgängigkeit, Aufzüge oder ein Pflegebett.

Für welche Behinderungen eignen sich die Reisen?

Für körperliche, kognitive und Sinnesbehinderungen. Planung und Begleitung richten sich nach dem individuellen Bedarf – bis hin zur 1:1-Begleitung.

Kann ich meine Hilfsmittel mitnehmen?

Ja. Was Sie im Alltag brauchen, planen wir für die Reise mit ein – vom Rollstuhl bis zum Pflegebett.

Reist eine Begleitperson kostenfrei mit?

Trägt der Schwerbehindertenausweis das Merkzeichen B, fährt eine Begleitperson in Bus und Bahn in der Regel kostenfrei mit. Wir helfen, das für Ihre Reise zu nutzen.

Wer hilft mir vor Ort?

Geschulte Begleiterinnen und Begleiter; bei höherem Bedarf auch in durchgängiger 1:1-Begleitung.

Übernimmt die Pflegekasse die Kosten?

Die Reisekosten nicht, wohl aber die Betreuung – ab Pflegegrad 2 über die Verhinderungspflege.

Geht das auch im Rollstuhl?

Ja. Wir achten auf rollstuhlgängige Unterkünfte und planen Transport und Wege entsprechend.

Bleibt das Pflegegeld während der Reise erhalten?

Ja, sofern die Betreuung stundenweise und unter acht Stunden pro Tag erbracht wird.

Lassen Sie uns Ihre Reise planen

Sagen Sie uns, was Sie brauchen – wir finden eine barrierearme Reise mit der passenden Begleitung.

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